Sketchnotes lernen
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Stifte für Sketchnotes

„Welche Stifte benutzt Du?“ ist eine häufige Frage, die mir gestellt wird. Um eine richtig gute Empfehlung abgeben zu können, habe ich Fineliner und Farbstifte unter die Lupe genommen. 6 verschiedene Fineliner habe ich miteinander verglichen und auch gleich eine böse Überraschung erlebt.

Es gibt natürlich noch viel mehr Stifte da draußen, die ich mir auch nach und nach anschauen werde. Das empfehle ich Euch auch! Wenn Ihr dann einen Lieblingsstift gefunden habt, zeichnet es sich gleich ein wenig besser.

Fineliner-Stifte für Sketchnotes

Fineliner sind in der Regel schwarz und ideal zum Skizzieren und Zeichnen. Sie sind so klasse, weil sie sehr präzise und farbintensiv Tinte abgeben. Gute Fineliner sind wasserfest und lichtbeständig. Ich achte noch immer darauf, dass die Stifte auch schnell über das Papier gleiten. Bei Sketchnotes kommt es schließlich auf jede Sekunde an. Ich greife immer auf die Größe 0,3 zurück, bei Überschriften aber auch 0,7 oder 1,0.

fineliner stifte test

Welche Fineliner sind gut?

Positiv überrascht hat mich der Fineliner von Faber-Castell. Er funktioniert mit Künstlertusche und ist besonders farbintensiv. Durch seinen dickeren Durchschnitt liegt er auch in großen Händen sehr gut. Der Preis liegt ebenfalls im normalen Mittelfeld.
Mit dem Staedtler pigment liner habe ich angefangen zu zeichnen und ich bin auch nach dem Vergleich mit anderen Stiften sehr von ihm überzeugt! Es gibt sie im 4-er und 6-er Pack in unterschiedlichen Größen. Das ist praktisch, wenn man dickere Fineliner für Überschriften oder Hervorhebungen benötigt. Ich konnte kaum einen Unterschied zwischen dem Staedtler pigment liner und dem SketchOne von neuland ausmachen. Probiert gerne einmal selbst aus, welcher Euch am besten gefällt.
Ein Reinfall war für mich der copic Multiliner. Vielleicht habe ich ja ein uraltes Modell erwischt, aber mein Exemplar hat sehr wenig Tinte abgegeben und hat eher über das Papier gekratzt, als drüber zu gleiten. Sechs, setzen!

fineliner empfehlung pheminific

Pitt artist pen im Set mit 4 verschiedenen Größen kosten ca. 10,00 Euro bei amazon.de.

Staetler pigment liner im Set mit 6 verschiedenen Größen kosten ca. 10 Euro bei amazon.de.

Farbstifte für Sketchnotes

Ich bin kein großer Ausmaler und verwende in der Regel nur eine Farbe und grau für den Schatten. Ich schaue mir das bei Eva-Lotta-Lamm ab, die so herrliche Sketchnotes zeichnet!

Faber Castell Pitt artist pens

Bisher war ich sehr von den Pitt artist pens von Faber-Castell überzeugt. Sie funktionieren mit Künstlertusche, sind wasserfest und lichtbeständig. Es gibt sie in vielen Farben und ich greife gerne auf die Größe „B“ zurück.

Preis: 12 Stück im Set ca. 30 Euro bei amazon.de

faber castell collage

neuland fineOne

Für den Test habe ich mir die hochwertigen fineOne-Stifte von neuland angeschaut. Sie haben eine deutlich längere und flexiblere Nylonspitze. Damit kann man sowohl sehr kleine Punkte zeichnen, als auch in einem Rutsch große Flächen ausmalen. Das schafft der Pitt artist pen nicht! Allerdings braucht es etwas Übung, um mit der flexiblen Spitze zurecht zu kommen. Nach der Eingewöhnungsphase kann man sich an den vielen, farbintensiven Farben erfreuen! Ein Punkt der mich begeistert: man kann die Stifte nachfüllen! Also weniger Plastikmüll und man hat den etwas höheren Preis auf langer Sicht wieder drin.

Preis: 12 Stück im Set kosten 18,90 Euro bei neuland.com

fine one collage

stylefile Marker

Die Stylefile-Stifte sind auf Alkoholbasis und riechen dementsprechend streng. Dafür sind die Farben sehr intensiv, leuchtend und gehen gut ineinander über. Für Illustrationen auf dickem Papier sind sie perfekt, aber für Sketchnotes werde ich sie wohl nicht einsetzen.

Preis: 12 Stück im Set ca. 29,90 Euro bei amazon.de

stylefile collage

Fazit

Ich habe bereits meine Stifte gefunden, mit denen ich am liebsten zeichne. Trotzdem werde ich auch in Zukunft immer mal wieder neue Stifte ausprobieren und experimentieren – das ist ja auch ein Teil des Sketchnotes-Vergnügens!
Mich haben mal wieder die Fineliner von Staedtler überzeugt, stark war aber auch Faber-Castell mit den Pitt artist pens. Sie sind teurer als die Fineliner von Staedtler, weshalb am Ende Staedtler für mich das Rennen macht. Neu in meiner Federmappe sind jetzt auch die fine-One-Farbstifte von neuland, über die ich mich sehr freue.

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4 Comments

  1. Huhu Ines! Danke für den tollen Stifte-Artikel, ich war schon fleißig Stifte kaufen damit und bin am rumprobieren. Aber mir ist aufgefallen dass wenn ich meine Sketchnotes mit den Faber Castell Stiften sketche und dann mit den coolen Pinselspitze Stifte etwas colorieren möchte die schwarze Tinte so ausblutet 🙁 nicht so schön. Mach ich was falsch bzw. machen das die SketchOne Stifte auch? Die habe ich jetzt noch nicht probiert. LG, Friederike

  2. Michael Otto says

    Hi Ines,
    Vielen Dank für den Artikel und deine Tests! Hat mir geholfen bei meinem Sketchnote Start. LG Michael

  3. Hey Ines!
    Fineliner sind ja schön und gut. Aber wo sind die ganzen tollen Gelstifte? Meine Favoriten: EnerGel Liquid Gel Ink von Pentel (0,5, 0,7 oder 1,0). Fast noch besser. Aber nicht nachfüllbar. Trocknet länger. Aber cooler Schreib- und Doodle-Spaß: Uni-eye fine oder micro von Mitsubishi Pencil.
    Wenn es Brush sein soll: Mein Favorit: Pentel Signo Brush. Faber Castell PITT Brush (Aber deutlich weicher. Von daher mein Favorit: Pentel).
    Etwas eher wie mit der Feder: Pentel Stylo.
    Für Friederike: Ja, die Faber Castell sind wirklich recht weich. Mehr Kontrolle hat man mit dem Pentel Signo Brush.
    Schatten mit dem grauen Stabilo Pen 68 oder, wenn es fett und brushig werden soll: Faber Castell PITT Artist Pen Big Brush Cold grey.

    • Ines Schaffranek says

      Hi Peter,
      Gelstifte tendieren (bei mir) dazu, auf dem Blatt zu verschmieren, wenn man mit dem Handrücken rüberkommt. Deshalb habe ich nur dokumentechte Fineliner empfohlen 🙂
      Aber den EnerGel Liquid kenne ich noch nicht und teste ihn gerne einmal!

      Viele Grüße,
      Ines

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