Wenn erwachsene Menschen zum ersten Mal seit langer, langer Zeit den Stift in die Hand nehmen, um etwas Unkompliziertes zu zeichnen, endet es schnell in Verzweiflung.

Das sieht scheiße aus” ist das Äquivalent zum kindlichen “Ich kann das nicht”, und führt heute wie damals dazu, dass der Stift schnell wieder in der Ecke landet.

Ich verstehe das.

Wenn man mit ca. 12 Jahren realisiert, dass Mama die Tuschebilder aus dem Schulunterricht zum Teil auch aus Mitleid an den Kühlschrank gehängt hat, macht das alles nicht mehr so viel Spaß.

So hat sich bei einer Mehrheit von uns die verbalen und schriftlichen Kommunikationsfähigkeiten zwar munter weiterentwickelt, die visuellen blieben aber auf der Strecke.

Möchte man die ein paar Jahrzehnte später reaktivieren, ist der Abscheu groß. Das sieht ja aus wie Kindergekrakel!

Ja, tut es.

Und das ist vollkommen ok.

Alles ist gut.

Versprochen.

Die größte Schwierigkeit, seine visuellen Kommunikations,- und Denkfähigkeiten weiterzuentwickeln, liegt nicht an den Methoden. Zeichnen ist leicht. So leicht, wie man ein “A”, “B” oder “C” zeichnet!

Es ist das Ego, das einem alles vermasselt!

Es ist die kritische Stimme im Kopf, die einem immer wieder in Ich-Form einredet, wie peinlich/hässlich/unsinnig die Linien sind, die man da mit schwitzender Hand zu Papier bringt.

Das nächste Mal, wenn Du diese Stimme hörst, nimmst Du sie ganz in Ruhe wahr. Beobachte sie, atme durch, sag “Nein, danke.” und schick sie in den Keller. Und dann machst Du einfach weiter.

Das ist der erste und der wichtigste Schritt!

Und dann zeichnest Du absichtlich häßliche Dinge. Verzerrte Fratzen. Wurstförmige Vögel. Bizarre Kinderköpfe.

Da der Kritiker im Keller ist, kannst Du Dir Deine skurrilen Werke in Ruhe anschauen, darüber schmunzeln oder laut lachen!

Schau Dir die Formen und Linien ganz in Ruhe an. Zu welchen neuen Zusammensetzungen inspiriert Dich das, was Du siehst?

Wie kannst Du maßlos übertreiben und maximale Unsinnigkeit erzeugen?

Ja, das ist oft hässlich. Absurd. Kinderkram.

Aber Kreativität steht auf sowas! Auf das Chaos, das Ungedachte, die neuen Kombinationen.

Wenn Du Deinen Anspruch auf schöne, glatte Formen beim Kritiker im Keller lässt, erlaubst Du Dir die Freiheit, auf visuelle Erkundungstour zu gehen. Dabei wirst Du soviel Spaß haben, dass Du den Stift jeden Tag in die Hand nehmen wirst.

 

Und was passiert dann?

Genau! Du wirst automatisch besser darin, zu zeichnen, denkst mit dem Stift und kommst auf kreativere Ideen.

Fang am besten JETZT an und melde Dich zu meinem kostenlosen Sketchnotes E-Mail-Kurs an. Die erste Kritzel-Lektion erhältst Du direkt im Anschluss:

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